Erben und Beraten

Erbschaftskonflikte bergen das Potential, dass Familienbeziehungen zerstört werden und großes Leid verursachen. Dem liegt zugrunde, dass oft alte Geschichten wie Verletzungen, Kränkungen, Bevorzugungen wieder aufbrechen. Die „emotionale Abrechnung“ wird über das Materielle geführt.

• Beratung vor dem Erbfall - Vorbereitung auf die Vielschichtigkeit von Gerechtigkeit

In der Phase vor dem Erbfall ermöglicht eine familientherapeutische Erben-Beratung einen Raum für offene Gespräche über Wünsche und Sorgen. Gerechtigkeit wird dabei als subjektives Empfinden anerkannt, das individuell interpretiert wird. Die therapeutische Begleitung hilft, die Komplexität von Gerechtigkeit zu verstehen und die verschiedenen Perspektiven zu akzeptieren. Zugleich wird auf die Wichtigkeit hingewiesen, dass nicht alle Unsicherheiten im Vorfeld gelöst werden können.

• Nach dem Tod - Unterstützung in Zeiten der Uneinigkeit und des Wandels

Die familientherapeutische Begleitung ermutigt zur Akzeptanz von Gefühlen und Meinungsverschiedenheiten. Ein Perspektivenwechsel zeigt, dass Trauer und Uneinigkeit Bestandteile des Erbprozesses sind und betont, dass Akzeptanz ein entscheidender Schritt ist, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Indem die Familienmitglieder sich die Zeit geben, können sie sich besser auf den Prozess der Erbregelung einlassen und gemeinsam nach einer für alle akzeptablen Lösung suchen.

Unterschied zu einer Mediation: Hier liegt der Fokus bei einer außergerichtlichen und strukturierten Verfahrensweise durch einen Dritten, um zu einer konstruktiven Konfliktlösung, z. B. Aufteilung von Gütern, Festlegen von Umgangszeiten des gemeinsamen Kindes, zu kommen.



zurück zur Übersicht